Farbige Buntstifte zum Zeichnen in der Gestalttherapie

Bild- und Gestalttherapie

Diese Methode (mit Elementen aus der Gestalttherapie und des katathymen Bilderlebens) ist auch für weniger »redeerprobte« Menschen hilfreich und bietet Ausdruck und Entwicklung. Sie kann stabilisierend als auch aufdeckend eingesetzt werden.

Dabei ist es ein Arbeiten mit einfachen Zeichnungen (Strichmännchen), auf die wir die Hand legen, um die Körpergefühle zum Thema zu erspüren. Wir geben uns Zeit und Raum und öffnen uns inneren Bildern, Gefühlen, Träumen.

Das Beachten und Würdigen der in das Bild gemalten Körperempfindungen und Emotionen, bringt uns in Kontakt mit unseren Fähigkeiten und Kräften. Indem diese Kräfte gewürdigt werden, kann ein altes Thema verabschiedet werden und die Lösung und Klärung für ein aktuelles Problem wird sichtbar.


Alles was aufgedeckt wird
und Aufmerksamkeit erfährt, kann heilen.

Traumatische Situationen und negative Erlebnisse, an denen Menschen oft »hängen bleiben«, hindern Menschen daran glücklich und zufrieden zu sein. Häufig stecken sie in immer derselben Spirale oder Drama von Schmerz und Verlust, aus der sie kein Entrinnen finden.

Dabei steht das Wahrnehmen mit den Sinnen im Vordergrund und über zeichnen, fühlen, riechen, hören, den Körper wahrnehmen, so dass das Sprechen, Denken, Analysieren, Wissen, Deuten und Erklären in den Hintergrund treten kann.


Aus der Gestalttherapie ist bekannt, dass jeder Organismus bestrebt ist eine sinnvolle »Ganzheit« zu erlangen. So auch die Psyche des Menschen in Verbindung mit dem Körper-Seele-Geist-System.

Dies ist auch das Ziel des therapeutischen Prozesses: Die Ganzheit des Klienten über Bilder erfahrbar zu machen, das Fehlende zu integrieren, die verdrängten, nicht gelebten Gefühle ans Licht zu bringen, die Körperwahrnehmung bewusst zu erleben, sodass Denken, Wissen, Urteile und Erklären unwichtig werden.

Da die Ursache psychischer Probleme oft weit zurückliegt, (in Erlebnissen aus der frühen Kindheit, dem Babyalter, im Mutterleib, bei oder nach der Geburt) kann diese Arbeit mit dem inneren Kind auch sogenannte abgespaltene »Seelenteile« aufspüren, zurückholen, integrieren und Heilung, Trost, Anerkennung erfahren und zur seelischen Ganzheit führen.

Heute wissen wir aus der Traumatherapie, dass sich nicht nur die Seele erinnert. Auch der Körper erinnert sich an frühere, traumatische Ereignisse. Sie sind in jeder Zelle gespeichert.

© 2018 Anne Kremer - Heilpraktikerin für Psychotherapie